Doppelt hält besser:


Tierliebhaber halten Papageien paarweise

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Gut, dass Papageien Flügel haben und nicht lesen können - sonst würden sie wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen bei all dem Unsinn, der seit Jahrhunderten über sie verbreitet wird. Niedlich wie eine Barbie-Puppe sollen sie sein, anhänglich wie eine Halskette, bunt wie ein Farbkasten, treu wie ein Hund ... Schon zur Zeit der alten Römer wurden die Krummschnäbel als Haustiere gehalten.

Vielleicht war es damals verzeihlich, über diese Tiere so gut wie nichts zu wissen - heute muß das nicht mehr sein. Ja, es gibt sie mittlerweile, und es werden immer mehr: die anderen Papageien-Freunde, die Tiere als Tiere sehen und nicht als Spielzeug, die verstanden haben, dass ein Vogel lieber fliegt als spricht, die stets nach Gleichgesinnten und Treffpunkten suchen. Diese Tier-Liebhaber wissen eine Menge über ihre Schützlinge. Einige grundlegende Tipps haben wir zusammengetragen.

Kein Mensch möchte den Rest seines Lebens mit einem Gorilla verbringen - auch nicht, wenn es ein besonders netter Affe ist, der einen rund um die Uhr mit Bananen versorgt. Was das mit Papageien zu tun hat? Ganz einfach: Diesen Vögeln hat die Natur einen starken Partnerinstinkt gegeben. Ein Papagei sehnt sich nach dem Leben mit Artgenossen. Mag der menschliche Partner noch so liebevoll sein: Fliegen und Eier legen kann er nicht, er ist immer nur Notlösung, niemals Ersatz für den Artgenossen.

Damit ist der erste Teil der Frage, was man denn tun muß, damit der geliebte Krummschnabel sich wohl fühlt, schon beantwortet: "ihm" ein Weibchen oder "ihr" ein Männchen geben, am besten von vornherein, notfalls erst mit Eintritt der Geschlechtsreife. Wichtig: Jeder Papagei sucht einen Artgenossen, nicht irgendeinen Vogel. Wer schon einen Wellensittich hat, tut kein gutes Werk, wenn er einen Graupapagei dazu kauft. Sie erinnern sich an den Gorilla ...?

Sicher, es wird einige geben, die an dieser Stelle empört auf ihren Vogel verweisen, den sie schon soundsoviel Jahre lang allein halten und der doch so glücklich und zufrieden ist ... Ob sie wissen, daß die erzwungene Einsamkeit die durchschnittliche Lebenserwartung ihres Tieres um bis zu 50 Prozent verringert? Ob sie sich schon einmal gefragt haben, warum sich ihr Schützling manchmal Federn ausreißt? Nein, Flöhe hat er nicht, er ist verzweifelt und hat kaum Möglichkeiten, das auszudrücken. Daß dieses arme Tier auf Frauchens Arm kopuliert, kann peinlich werden, wenn Besuch da ist - dann wird er schnell wieder in seinen Käfig gesperrt.

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